Eine grosse familie

Bei Frode Laursen sind viele mitarbeiter miteinander verwandt. Dies gilt auch für die familie Andersson/Rosendahl, von der insgesamt 5 familienmitglieder im lager in Åstorp beschäftigt sind.

– Ich wurde als erster eingestellt, erzählt der große Bruder Anton, 32, und fügt hinzu:
– 2009 begann ich hier als Vertretung, wurde jedoch später fest angestellt. Die anderen sind dann nach und nach dazugekommen. Bei den anderen handelt es sich um seine kleine Schwester Kajsa, 25, seine beiden jüngeren Brüder Ola, 24, und Oliver, 22, sowie Antons Lebensgefährtin Franciene, 24.
– Sie haben mich schon gefragt, ob ich nicht noch mehr Geschwister habe, aber mit mehr kann ich leider nicht dienen, lacht Anton, dem als Gruppenleiter in der Verteilung im Lager Åstorp 1 u. a. auch der kleine Bruder Ola untersteht, der dort als Gabelstaplerfahrer arbeitet. Das Verwandtschaftsverhältnis stellt jedoch im Alltag kein Problem dar.
– Die Kollegen waren vielleicht am Anfang ein bisschen skeptisch, aber jetzt haben sie erkannt, dass es keinen Unterschied macht. Anton erwartet genauso viel von mir wie von den anderen, erklärt Ola, und Anton ergänzt:
– Nun, eigentlich verlange ich ein bisschen mehr, weil er ja mein Bruder ist.

Auf der Arbeit sind wir einfach Kollegen

Oliver, der im Wareneingang als Gruppenleiter tätig ist, wirft ein, dass es das A und O ist, dass es keinen Unterschied zwischen Angehörigen und anderen Arbeitskollegen gibt.
– Hier in der Firma sind wir eben Kollegen. Daher ist es wichtig, dass man sich auf der Arbeit nicht über Privates und familiäre Probleme unterhält, meint er. Umgekehrt bestehen Kajsa und Franciene, die beide in der Packerei arbeiten, darauf, dass zu Hause nicht über die Arbeit gesprochen wird.
– Wenn wir erst damit anfangen, finden wir kein Ende mehr, erzählt Kajsa. Die guten Vorsätze werden jedoch nicht immer eingehalten. Obwohl sie in unterschiedlichen Abteilungen tätig sind, arbeiten Oliver und Anton im Alltag eng zusammen, und daher ist es nicht immer leicht, die Arbeit einfach auszublenden. Wie Oliver meint:
– Wir lachen manchmal darüber, dass Frode Laursen von uns so die eine oder andere kostenlose Überstunde geschenkt bekommt. Denn wenn wir an einem Samstagabend zum Grillen zusammenkommen, können wir es meist nicht lassen, noch gerade zu planen, wie alles am Montag ablaufen soll.

Jeder dritte mitarbeiter hat ein familiemitglied im lager 

– Hier bei uns in Åstorp zählen wir sehr viele Familien zu unseren Angestellten. Etwa 35 % unserer Mitarbeiter haben Angehörige unter den Kollegen, erklärt Pia Ekelund, Personalleiterin in Schweden.
– Darüber sind wir natürlich sehr froh – und wir sind auch stolz darauf, denn wir sehen es als Zeichen dafür, dass wir ein guter Arbeitsplatz sind, den man seinen Angehörigen gern
empfiehlt. Pia erzählt, dass es keine festen Regeln dafür gibt, wie und wann Familienmitglieder zusammenarbeiten dürfen.
– Wir sind darum bemüht, die Teams so zusammenzustellen, dass Familienmitglieder nicht direkt zusammenarbeiten. Letztendlich zählen jedoch in erster Linie die Fähigkeiten, und wenn es unter Verwandten mit der Zusammenarbeit funktioniert, ist es auch für uns okay.